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Pressemitteilung | 04.11.2016

.de wird 30 – 16 Millionen Mal digitale Vielfalt und Identität

Am 5. November 1986 ging Deutschland online | Als zehntes Land weltweit im Netz

Unzählige Menschen in Deutschland sind Tag für Tag in sozialen Netzwerken aktiv, schreiben Millionen von E-Mails und posten Tausende von Tweets. Ein Großteil dieser Kommunikation läuft über Domains, die auf die deutsche Länderkennung .de enden – ganz zu schweigen von den zahllosen Webseiten, die hierzulande tagtäglich aufgerufen werden. Auch wenn die Kurve neu registrierter .de-Domains allmählich flacher verläuft: Was am 5. November vor 30 Jahren im Kleinen begann, hat sich inzwischen als bedeutender Teil eines weltumspannenden Mediums etabliert, das aus unser aller Alltag nicht mehr wegzudenken ist – und täglich neue Innovationen hervorbringt. Der Internetsektor gehört damit zu den Wachstumstreibern der deutschen Wirtschaft – kaum eine Branche, deren Abhängigkeit von der digitalen Infrastruktur nicht stetig steigt.

Von der Spielwiese für Tüftler zum globalen Tummelfeld

Vor 30 Jahren noch undenkbar, heute Normalität: Textnachrichten-Dienste, Job-, Auto- und Immobilienbörsen, Reise- und Bewertungsportale, Crowdfunding- und Streaming-Plattformen, Online-Shopping, -Banking, -Petitionen und -Kampagnen, Suchmaschinen, virtuelle Foren, Enzyklopädien und Universitäten – das Netz durchdringt alle Lebensbereiche und macht vieles einfacher, bequemer, komfortabler. Wirtschafts- und Produktionsprozesse werden zunehmend mit der digitalen Welt verzahnt, Industrie 4.0 und das Internet der Dinge mit Milliarden vernetzter Objekte sind auf dem Vormarsch.

Ob zur Kommunikation, zur Mediennutzung, Informationssuche oder für Online-Transaktionen: Rund 84 % der deutschsprachigen Bevölkerung, vom Digital Native bis zum Silver Surfer, sind inzwischen im Netz. 65 % davon täglich und mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von mehr als zwei Stunden, 57 % auch mobil – Tendenz durchweg steigend. 87 % der deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern betreiben eine eigene Website. Und knapp 20 % des Non-Food-Umsatzes im deutschen Einzelhandel werden inzwischen online erwirtschaftet.

Domains – Wegweiser im Netz und digitale Identität

Hinter vielen dieser Angebote steht eine .de-Domain. Als Wegweiser im Netz sind Domains Bestandteil jeder E-Mail-Adresse und machen Webseiten und andere Online-Services für Menschen auf einfache Weise erreichbar, ohne dass sie sich lange Zahlenkolonnen merken müssen, mit denen Rechner untereinander kommunizieren.

Anders als ein Profil in sozialen Netzwerken erlaubt die eigene Domain dem Nutzer, seinen Webauftritt frei und ganz nach seinen Vorstellungen zu gestalten; außerdem behält er die volle Souveränität über seine persönlichen Daten. Als Drehscheibe der maßgeschneiderten individuellen Webpräsenz bildet die Domain das Herzstück der eigenen Online-Darstellung und bindet ergänzende Web-Angebote wie Social Media-Auftritte mit ein.

Durchschnittlich 14 Zeichen lang ist die digitale Identität, die sich Unternehmen und private Nutzer mit einer .de-Domain erschaffen. Der Betrieb aller technischen Services rund um die deutschen Domains ist seit 20 Jahren bei der DENIC eG angesiedelt. Die in Frankfurt am Main ansässige Genossenschaft, die ohne Gewinnerzielungsabsicht arbeitet, zählt inzwischen mehr als 320 Mitgliedsunternehmen aus dem IKT-Umfeld und setzt sich auch auf internationaler Ebene für die Bewahrung des offenen, freien und sicheren Internet ein.

Weltweit die Nummer 3 – Zahlen, Daten, Fakten rund um .de

Mit einem aktuellen Bestand von über 16,1 Millionen Domains nimmt .de hinter China (19,5 Millionen) weltweit Platz 2 aller Länderendungen im Internet ein; bezogen auf sämtliche Endungen (Top Level Domains) gehört .de zu den Top 3 hinter .com (127,3 Millionen) und .cn.

Schon früh sorgten die liberalen Registrierungsbedingungen, die niemanden ausschließen, dafür, dass .de-Domains nicht nur gewerblich genutzt, sondern auch bei privaten Nutzern sehr beliebt waren, die sich ihre eigene „Homepage“ bauen wollten. Ein rasantes Wachstum war die Folge: In nur drei Jahren, zwischen 1996 und 1999, schnellten die Domainzahlen von 20.000 auf 1 Millionen hoch, gefolgt von weiteren sprunghaften Anstiegen auf 5 Millionen bis 2001 und auf 10 Millionen bis 2006. Betrugen die Zuwachsraten in den Boom-Jahren im Mittel also weit über 100 %, so hat sich das Wachstum in dem inzwischen gereiften Markt seitdem konsolidiert: Mit etwa 1 % wächst .de aber weiterhin um rund 150.000 Domains im Jahr.

So hat heute, statistisch gesehen, jeder fünfte Deutsche eine .de-Domain. Ein gutes Drittel dieser Domains sind auf Privatpersonen registriert, rund zwei Drittel auf Unternehmen, und die verbleibenden etwa drei Prozent entfallen auf Institutionen und Organisationen wie Behörden, Verbände, Vereine oder sonstige Initiativen. Gut 7,8 Millionen Domaininhaber sind es insgesamt, die eine oder mehrere Domains als digitale Visitenkarte nutzen – für den eigenen Webauftritt, aber auch für personalisierte E-Mail-Adressen.

Durch ihre hohe technische Stabilität und Ausfallsicherheit hat sich die deutsche Internet-Endung zu einer weltweit bekannten Marke mit hohem Ansehen entwickelt. Das Vertrauen der deutschen Netzgemeinde bemisst sich dabei nicht nur am heimischen Marktanteil von über 65 %, den .de innehat und damit Endungen wie .com (20 %) in Deutschland weit hinter sich lässt, sondern auch am Treuefaktor: Knapp zehn Jahre beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer .de-Domain.

Kennzahlen auf einen Blick


Auch Studien der Internetwirtschaft und unabhängiger Initiativen wie der Anti-Phishing Working Group bescheinigen der deutschen Top Level Domain regelmäßig gute Noten: Im internationalen Vergleich ist der Anteil von Domains, die gar nicht oder aber für kriminelle Aktivitäten wie Spam oder Phishing genutzt werden, unter .de sehr gering. Dies macht die deutsche Endung nicht nur für Suchmaschinen besonders relevant, sondern unterstreicht auch ihren hohen Standard, wenn es um die Sicherheit im Internet geht.

Sicherheit und Reichweite machen .de-Domains zusammen mit dauerhaft günstigen Preisen auch für ausländische Domaininhaber attraktiv, die ein deutsches Publikum ansprechen möchten: Rund 7 % bzw. 1,1 Millionen Domains unter .de sind auf ausländische Inhaber registriert, die aus 217 verschiedenen Ländern stammen – die meisten aus den USA und den Niederlanden.

Wie gefragt deutsche Web-Angebote sind, wird an den Zugriffszahlen deutlich, die von DENICs technischer Infrastruktur rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, bewältigt werden müssen: Über 40.000 Mal in der Sekunde werden Domains mit der Endung .de aufgerufen – das sind mehr als sieben Milliarden Aufrufe pro Tag. Hinzu kommen 300 Nutzer je Sekunde, die wissen möchten, ob eine bestimmte Domain noch frei ist – sie summieren sich zu täglich 26 Millionen Nutzern des DENIC-Informationsdienstes whois.

Grafiken zum Download


Meilensteine der .de-Entwicklung:

Verbreitungsrate .de-Domains in Deutschland:

Kennzahlen auf einen Blick: