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Die Aufgaben der DENIC eG im Überblick

So unterschiedlich die länderbezogenen Registrierungsstellen weltweit auch organisiert sind, in ihrer Arbeit beziehen sich alle auf das grundlegende Standardisierungsdokument RFC1591 "Domain Name System Structure and Delegation" von 1994. Es stellt eine Reihe von grundlegenden Anforderungen an die Verwaltung und den Betrieb einer country code Top Level Domain (ccTLD):

  • Verpflichtung zur Dienstleistung für die Internet Community,
  • Erfüllung der strukturellen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen, um die betreffenden Aufgaben angemessen, gerecht, redlich und kompetent zu erfüllen und
  • Legitimation durch die Verwurzelung in und die Anerkennung durch die lokale Internet Community.

In Deutschland betreibt die DENIC eG die ccTLD .de nach diesen Grundsätzen. Sie erfüllt diese Aufgabe ohne Gewinnerzielungsabsicht zum Nutzen und Wohle der gesamten deutschen Internet Community. Dabei ist sie neutral und unabhängig, fachkundig, verantwortungsbewusst und diskriminierungsfrei und handelt in Übereinstimmung mit den international anerkannten Standards für den Betrieb einer Domain-Registrierungsstelle.

Die technische Kompetenz der DENIC eG

Die DENIC eG betreibt für ihre Mitglieder ein automatisches Registrierungssystem, Damit können über eine Echtzeit- sowie über eine Mail-Schnittstelle sowohl .de- als auch deutsche ENUM-Domains (unterhalb von .9.4.e164.arpa) registriert und verwaltet werden. Über das Registrierungssystem werden monatlich rund zwei Millionen Transaktionen (Neuregistrierungen, Aktualisierungen oder Löschungen von Domaindaten) abgewickelt. Diese Aufträge werden an eine zentrale Domain-Datenbank übermittelt, in der alle Daten für die Domains gespeichert werden. Aus der Domain-Datenbank werden regelmäßig die technischen Informationen für die für .de zuständigen Nameserver generiert und an diese verteilt. Die DENIC betreibt für .de und .9.4.e164.arpa ein (logisch in 2 Anycast-Wolken organisiertes) weltweites Netz von Nameserverclustern, deren geographische Verteilung zwar auf den Kernmarkt Deutschland und Europa fokussiert ist, aber auch die Regionen Nord- und Südamerika sowie Ostasien abdeckt. Die redundante Erreichbarkeit der Nameserver ist sowohl aus dem IPv4- als auch aus dem IPv6-Netz garantiert. Damit ist die DENIC das Betriebs- und Kompetenzzentrum für DNS in Deutschland bzw. für .de.

Neben der technischen Infrastruktur stellt die DENIC den Domaininhabern und der Internet Community weitere Dienstleistungen zur Verfügung. Dazu gehören die Bereitstellung von Informationsdiensten wie whois, die Unterstützung durch das Setzen von DISPUTE-Einträgen, das Angebot von DENICdirect, die Durchführung des TRANSIT-Verfahrens, aber auch die Schulungs- und Beratungsleistungen für die Mitglieder sowie die DENIC-Webseiten, auf denen sich eine Vielzahl von Informationen und Hilfswerkzeugen rund um das Thema Domains befinden.

Sicherheit und Redundanz

Sicherheitsaspekte spielen bei der Domainverwaltung eine gewichtige Rolle, da die Dienste rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Damit dies auch bei einem unvorhergesehenen zeitweiligen Ausfall eines einzelnen Servers gewährleistet ist, setzt die DENIC auf Redundanz auf allen Ebenen und betreibt zwei von einander unabhängige Rechenzentren. Alle relevanten Dienste sind sowohl im Frankfurter Rechenzentrum als auch im Backup-Rechenzentrum, das in Amsterdam betrieben wird, implementiert. Über ein Storage Area Network (SAN) stehen auch die zugehörigen Daten an beiden, über Standleitungen verbundenen, Rechenzentren zur Verfügung. Alle extern zugänglichen Dienste werden durch eine mehrstufige Firewall von dem DENIC-internen Netz abgeschottet, in dem die eigentlichen Verarbeitung und Speicherung der Daten stattfindet.

Die permanente Überwachung der Verfügbarkeit der Dienste ist ein weiterer wesentlicher Teil des Sicherheitskonzepts: Der laufende Betrieb wird während der Geschäftszeiten durch die Mitarbeiter der Abteilung IT-Services überwacht. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Daneben sorgen automatische Software-Tools für eine kontinuierliche Überwachung aller relevanten Dienste. Trendanalysen, Laufzeitüberwachung und die korrelierende Beobachtung verschiedener technischer Messwerte ermöglichen auch zukünftig die Bereitstellung einer ausreichenden Performance und Stabilität. 

Internationale Zusammenarbeit

Die DENIC beteiligt sich intensiv an der Gestaltung der organisatorischen und technischen Entwicklung des Internets durch die Zusammenarbeit mit internationalen Gremien (z. B. ICANN, CENTR, IETF, RIPE). Sie vertritt dabei die Interessen ihrer Mitglieder sowie der gesamten deutschen Internet Community.

Zur Unterstützung der deutschen Internetnutzer und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Internets insgesamt engagiert sich die DENIC in einer Vielzahl von Projekten, die zentrale Komponenten des Netzes bereitstellen. Dies betrifft beispielsweise das Sponsoring des KRootserver- Mirrors, der in Frankfurt zusammen mit dem DE-CIX betrieben wird, die Beteiligung am AS112-Projekt, das die Rootserver von unbeantwortbaren Anfragen nach Adressen in privaten Netzen entlastet, sowie nicht zuletzt der Secondary Nameservice für andere Top Level Domains. So hostet die DENIC auf ihren Servern die Zonendaten von .at, .pr, .il, .cat, .fo, .aero, .lu und .na und stellt in ihren Rechenzentren Platz für Server von .at, .br, .gr, .kr und .cn zur Verfügung.

Ausblick

Das Internet hat bereits eine rasante Entwicklung hinter sich, aber sein Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Um im internationalen Umfeld stets über Neuerungen informiert zu sein, setzt die DENIC auf die hohe Kompetenz ihrer Mitarbeiter, die regelmäßig an Tagungen und internationalen Meetings teilnehmen. Die DENIC wird sich auch in Zukunft für die Standardisierung und Entwicklung von Basistechnologien engagieren. Darüber hinaus sollen neue Geschäftsbereiche erschlossen werden, sofern diese auf dem Kerngeschäft der DENIC basieren und geeignet sind, die technische Kompetenz und wirtschaftliche Basis der Genossenschaft dauerhaft zu stärken.